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Mittwoch, 24. Juni 2026 Mediadaten wsr.tv
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Von links sind SPD-Landratskandidat Simon Hartmann, Bürgermeister Sven Wolter und Kreistagsabgeordneter Gerhard Melching vor der ehemaligen Realschule Dassel zu sehen.

Dassel (red). Die Stadtverwaltung hat in der Sitzung des Bauausschusses am 17. Juni mitgeteilt, dass die Stadt Dassel mit dem Quartier „Dassel-NordWest“ nicht in das Städtebauförderungsprogramm aufgenommen worden ist. Die SPD-Ratsfraktion will die Bedeutung dieses Projekts nun erneut durch den Rat der Stadt Dassel bestätigen lassen.

Nach Angaben der SPD-Ratsfraktion hätten die städtebauliche Entwicklung im ländlichen Raum, insbesondere mit Bestandsgebäuden aus den 1950er- und 1960er-Jahren, sowie der Leerstand des Gebäudes des Landkreises Northeim an der Hermannstraße, der ehemaligen Realschule, eine Berücksichtigung verdient. Das Gebäude dient aktuell erneut als Flüchtlingsunterkunft.

Bürgerinnen und Bürger beteiligten sich

Auf Antrag der SPD-Ratsfraktion zum Haushaltsjahr 2022 wurden Haushaltsmittel für die Erstellung eines Integrierten Städtebaulichen Entwicklungskonzepts (ISEK) bereitgestellt. Nach Abschluss des ISEK beauftragte der Rat am 23. Mai 2024 die Voruntersuchung für das Quartier „Dassel-NordWest“.

Im Rahmen des Beteiligungsverfahrens wirkten die Bewohnerinnen und Bewohner des Quartiers intensiv mit und brachten sich engagiert ein. Das untersuchte Gebiet musste im Antragsverfahren gegen den Wunsch der Beteiligten verkleinert werden, da ein größeres Gebiet geringere Chancen auf eine Aufnahme in das Städtebauförderprogramm gehabt hätte. Die im Rahmen der Voruntersuchung festgestellten städtebaulichen Mängel seien dennoch ausreichend dokumentiert worden. Der Antrag der Stadt Dassel blieb jedoch erfolglos.

SPD fordert erneute Bekräftigung des Ratsbeschlusses

Nach Auffassung der SPD-Ratsfraktion soll der Rat der Stadt Dassel den Beschluss zur Mitfinanzierung für das Städtebauförderprogramm erneut bekräftigen, um die Chancen auf eine spätere Aufnahme zu erhöhen. Zudem solle die Notwendigkeit der Entwicklung des Quartiers mit dem leerstehenden Gebäude des Landkreises Northeim nochmals hervorgehoben werden.

Ortsbürgermeisterin Hoffmann (SPD) betont, dass die Menschen im Quartier die Flüchtlingsunterkunft des Landkreises solidarisch begleitet hätten. „Die städtebaulichen Mängel des Quartiers – insbesondere durch den jahrelangen Leerstand der ehemaligen Schule – müssen durch die Städtebauförderung ausgeglichen werden. Das Quartier hat Potenzial für eine positive Entwicklung der Stadt Dassel“, erklärte Hoffmann.

Unterstützung durch Landkreis und Land gefordert

Bereits beim Besuch des SPD-Landratskandidaten Simon Hartmann in Dassel hätten der SPD-Kreistagsabgeordnete Gerhard Melching und Bürgermeister Sven Wolter auf die Situation der ehemaligen Realschule hingewiesen. Melching stellte fest, dass der jahrelange Leerstand nicht mehr hinnehmbar sei. Bisherige Bemühungen um eine Nachnutzung des Gebäudes seien gescheitert, weil man nicht kurzfristig habe reagieren können.

Melching unterstützt nach eigenen Angaben das Vorhaben von Bürgermeister Wolter, durch die Aufnahme in ein Städtebauförderprogramm die Entwicklung des Quartiers mit besseren finanziellen Möglichkeiten voranzubringen.

Der Vorsitzende der SPD-Ratsfraktion, Uwe Fingerhut, erklärte: „Wir brauchen hier in Dassel die Unterstützung durch den Landkreis Northeim und das Land Niedersachsen, damit die baulichen Herausforderungen nicht in gesellschaftlichen Problemen münden. Daher hat die SPD-Ratsfraktion einen Eilantrag gestellt, um den Ratsbeschluss vom 23. Mai 2024 zu bekräftigen.“

Foto: SPD

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