Landkreis Northeim (red). Die SPD im Landkreis Northeim ist unter dem Leitmotiv „Vertrauen durch Verlässlichkeit – engagiert für unseren Landkreis!“ offiziell in den Wahlkampf zur Kreistagswahl am 13. September 2026 gestartet. Mit einem 23 Punkte umfassenden Programm präsentieren die Sozialdemokraten ihre Ziele für die Wahlperiode bis 2031. Im Mittelpunkt stehen nach Angaben der Partei gesellschaftlicher Zusammenhalt, soziale Gerechtigkeit sowie die aktive und krisenfeste Gestaltung der regionalen Infrastruktur.
Die inhaltlichen Schwerpunkte des Wahlprogramms erstrecken sich über alle wesentlichen Bereiche der kommunalen Daseinsvorsorge. Die SPD setzt sich nach eigenen Angaben für eine flächendeckende, wohnortnahe und erreichbare medizinische Versorgung ein. Dazu gehörten die Sicherung aller vier Notarztstandorte im Landkreis sowie der Ausbau kommunaler Medizinischer Versorgungszentren (MVZ).
Im Bildungsbereich fordern die Sozialdemokraten beste Chancen von der Kita bis zum Schulabschluss und wollen dafür kontinuierlich in die bauliche Substanz sowie die IT-Infrastruktur der kreiseigenen Schulen investieren. Um bezahlbare Mobilität zu gewährleisten, setzt die Partei auf den Ausbau sozialer Tarife wie des 5-Euro-Tickets und auf die stärkere Vernetzung durch On-Demand-Shuttles im ländlichen Raum.
Angesichts des Bedarfs an bezahlbarem Wohnraum strebt die SPD die Gründung einer kreiseigenen Wohnungsbaugesellschaft an. Nach Angaben der Partei soll damit Immobilienspekulation und Mietpreiswucher entgegengewirkt werden.
Ein weiterer Schwerpunkt ist die Unterstützung des Katastrophenschutzes sowie der rund 150 Ortsfeuerwehren im Landkreis. Die SPD kündigt an, sich für eine moderne Ausstattung und eine verlässliche Unterstützung der Einsatzkräfte einzusetzen.
Die SPD-Unterbezirksvorsitzende Frauke Heiligenstadt (MdB) betont, die SPD folge angesichts zunehmender Polarisierung und Angriffen auf die demokratische Kultur weiterhin den Werten Freiheit, Gerechtigkeit und Solidarität. Die Bilanz der vergangenen Jahre zeige, dass auf die Partei im Landkreis Verlass sei.
SPD-Landratskandidat Simon Hartmann stellt die Zukunftschancen und die Lebensqualität aller Generationen in den Mittelpunkt. Er erklärt, die SPD trete für beste Bildungschancen ein. Ein regelmäßiger Bildungsbericht solle aufzeigen, wo Herausforderungen bestehen und wo nachgesteuert werden müsse. Ziel sei es, den Landkreis in eine moderne, digitale und barrierefreie Zukunft zu führen.
Der Vorsitzende der SPD-Kreistagsfraktion, Uwe Schwarz, hebt die Bedeutung einer verantwortungsvollen Finanz- und Daseinsvorsorgepolitik hervor. Gesundheit und Pflege müssten öffentliche Aufgaben bleiben und dürften nicht allein wirtschaftlichen Interessen überlassen werden.
Trotz schwieriger finanzieller Rahmenbedingungen verfolge die Fraktion nach eigenen Angaben eine Haushaltspolitik mit Augenmaß und Weitblick. Investitionen in Schulen, Brücken und den Katastrophenschutz sowie der Abbau des bestehenden Sanierungsstaus seien dabei zentrale Ziele.
Das Kreiswahlprogramm der SPD im Landkreis Northeim für die Jahre 2026 bis 2031 einschließlich einer Version in Leichter Sprache ist auf der Internetseite spd-northeim-einbeck.de/kreiswahlprogramm-2026 abrufbar.
Foto: SPD-Unterbezirk Northeim-Einbeck