Einbeck (red). Der Saatgutspezialist KWS begrüßt die formelle Verabschiedung der EU-Verordnung zu Neuen genomischen Techniken (NGT), nachdem der Vorschlag vom Europäischen Rat und dem Europäischen Parlament angenommen wurde. Mit diesem Schritt schafft die Europäische Union einen modernen, wissenschaftsbasierten Rahmen, der Innovationen in der Pflanzenzüchtung unterstützt und zugleich Transparenz sicherstellt.
Neuer Rahmen für Pflanzenzüchtung
„Wir betrachten die Verabschiedung der NGT-Verordnung als einen wichtigen Meilenstein für die Wettbewerbsfähigkeit der EU im Bereich der Pflanzenzüchtung“, so Dr. Felix Büchting, Vorstandssprecher von KWS. „Für Züchterinnen und Züchter, Landwirtinnen und Landwirte sowie Partnerinnen und Partner entlang der Wertschöpfungskette schafft dieser neue Rahmen klare Voraussetzungen für den Einsatz moderner Züchtungsmethoden. Diese können dazu beitragen, Herausforderungen bei der Pflanzengesundheit zu bewältigen und eine ressourceneffizientere Landwirtschaft zu unterstützen.“
„Bisher war Genome Editing bei KWS auf Forschungsaktivitäten beschränkt. Mit dem neuen regulatorischen Rahmen können wir die Technologie künftig auch in der Produktentwicklung einsetzen, einschließlich erster Feldversuche“, erläutert Dr. Thomas Ehrhardt, Head of Global Research and Services.
Erwartungen an die Umsetzung
Mit der Verabschiedung der NGT-Verordnung wird eine wichtige Grundlage geschaffen und Vertrauen gestärkt. Sie setzt Impulse für Investitionen in innovative Pflanzensorten innerhalb der Europäischen Union und ermöglicht weitere Fortschritte, um den Anforderungen von Landwirtinnen und Landwirten sowie Anbauerinnen und Anbauern gerecht zu werden. KWS erwartet, dass die kommenden Durchführungsregelungen zusätzliche Klarheit zu Details und praktikablen Umsetzungsprozessen schaffen.
„Als Unternehmen mit 170 Jahren Erfahrung in der Pflanzenzüchtung arbeiten wir mit einem breiten und sich stetig weiterentwickelnden Methodenspektrum, um unsere Sorten kontinuierlich zu verbessern“, fügt Dr. Felix Büchting hinzu. „Neue Werkzeuge in dieses Züchtungs-Portfolio aufnehmen zu können, ist entscheidend. NGTs ergänzen bestehende Züchtungsmethoden und eröffnen zusätzliches Potenzial, Merkmale weiterzuentwickeln, die sowohl der Landwirtschaft als auch der Umwelt zugutekommen.“
Foto: KWS / Roman Thomas