Landkreis Northeim (red). Rund 780 Reinigungskräfte sorgen im Landkreis Northeim täglich für Sauberkeit in Büros, Klassenzimmern und Krankenhäusern. Sie sind in insgesamt 18 Unternehmen der Gebäudereinigung beschäftigt. Ab Januar erhalten sie für ihre Arbeit mehr Geld: Der Mindestlohn in der Gebäudereinigung steigt auf 15 Euro pro Stunde. Das teilte die IG BAU Niedersachsen-Süd mit. Die Angaben zur Zahl der Beschäftigten stammen von der Arbeitsagentur.
Höhere Löhne in der Gebäudereinigung
Nach Angaben der IG BAU profitieren Reinigungskräfte im Innenbereich künftig von dem neuen Mindestlohn. Für Tätigkeiten in der Außenreinigung gilt ein noch höherer Satz. Wer Fassaden oder Fenster reinigt, erhält künftig mindestens 18,40 Euro pro Stunde. Diese Branchen-Mindestlöhne gelten laut Gewerkschaft unabhängig davon, wo und für wen gearbeitet wird und stellen das verbindliche Minimum in der Gebäudereinigung dar. Alle 18 Gebäudereiniger-Unternehmen im Kreis Northeim seien verpflichtet, diese Lohnuntergrenzen einzuhalten.
Faire Bezahlung für harte Arbeit
Jürgen Bolduan von der IG BAU Niedersachsen-Süd erklärte, dass Gebäudereinigerinnen, Gebäudereiniger sowie Fassadenreinigerinnen und Fassadenreiniger im Kreis Northeim einen wichtigen und körperlich anspruchsvollen Job leisten würden. Durch die neuen Branchen-Mindestlöhne werde diese Arbeit nun deutlich fairer bezahlt.
Auch Ausbildung wird attraktiver
Nach Angaben der IG BAU lohnt sich auch eine Ausbildung im Gebäudereiniger-Handwerk. Auszubildende starten demnach mit 1.000 Euro im Monat. Im zweiten Ausbildungsjahr steigt die Vergütung auf 1.150 Euro, im dritten Jahr erhalten Auszubildende 1.300 Euro monatlich. Damit solle das Handwerk für junge Menschen attraktiver werden.
Foto: IG BAU | Tobias Seifert