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Mittwoch, 13. Mai 2026 Mediadaten wsr.tv
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Vardeilsen (awin). Die Region Einbeck hat einen neuen Wanderweg: Der „Panoramaweg – Weite Wiesen, große Blicke“ ist eröffnet. Die rund zehn Kilometer lange Rundtour führt durch die Landschaft rund um Vardeilsen, Avendshausen und Bartshausen. Wer an Christi Himmelfahrt oder am langen Wochenende noch ein Ziel für einen Ausflug sucht, bekommt damit eine neue Möglichkeit direkt vor der Haustür.

Der „Panoramaweg“ ist nach dem „Heldenweg“ die nächste Themenroute, die im Stadtgebiet Einbeck umgesetzt wurde. Die konkrete Planung dauerte rund ein Jahr. Grundlage ist das Radwanderkonzept der Stadt Einbeck aus dem Jahr 2024, dem ein politischer Antrag aus dem Jahr 2017 vorausging.

Start und Ziel am Sportplatz in Vardeilsen

Los geht es am neu ausgeschilderten Wanderparkplatz am Sportplatz in Vardeilsen. Von dort führt die hier beschriebene Runde zunächst bergauf in Richtung Kohnsen. Schon am Waldrand wird deutlich, warum der Weg seinen Namen trägt: Der Blick reicht über Einbeck und weit ins Leinetal. Später öffnet sich die Landschaft immer wieder in Richtung Ahlsburg, Solling und umliegende Dörfer.

Die Strecke führt nicht durch unberührte Postkartenidylle, sondern durch eine gewachsene Kulturlandschaft. Felder, Wiesen, Waldsäume und Rastplätze wechseln sich ab. Dazu kommen die Spuren des Gesteinsabbaus rund um Vardeilsen. Gerade dieser Kontrast macht den Weg interessant: Hier liegen Erholung, Landschaftsnutzung und regionale Geschichte nah beieinander.

Kleine Pausen, große Aussichten

Auf dem Weg in Richtung Bartshausen und Avendshausen gibt es mehrere Punkte, an denen sich ein kurzer Halt lohnt. Dazu gehören das Kriegerdenkmal und die Schutzhütte bei Bartshausen, ein Rastplatz am steinernen Turm, das kleine Wasserhaus und die alte Linde am Ortsausgang von Avendshausen.

Wer etwas mehr Zeit mitbringt, findet an der Grillhütte Avendshausen einen guten Platz für eine längere Pause. Von dort geht der Blick über Einbeck, zur Ahlsburg und weiter in Richtung Solling. Es sind solche Stellen, die den „Panoramaweg“ weniger zu einer sportlichen Runde als zu einem Ausflug mit vielen kleinen Momenten machen.

Getränke einpacken und Zeit mitbringen

Die rund zehn Kilometer lange Route ist als Wanderung mit mittlerer Schwierigkeit angelegt. Festes Schuhwerk ist sinnvoll, ebenso eine kleine Vorbereitung für unterwegs. Projektleiterin Ronja Gillmann gibt dazu einen einfachen Hinweis: „Der gesamte Weg nimmt ungefähr drei Stunden in Anspruch, weshalb man Verpflegung oder zumindest Getränke einpacken sollte.“

Die Wegeführung ist in beide Richtungen ausgeschildert. Wandernde können den Rundweg also flexibel begehen – unabhängig davon, ob sie vom Sportplatz in Vardeilsen aus zunächst in Richtung Bartshausen oder in Richtung Avendshausen starten. Die Markierung erfolgt mit einem Fernglas-Symbol sowie dem Logo des Dachverbandes Weserbergland.

Weitere Informationen, GPX-Daten und eine detaillierte Wegbeschreibung sind online unter www.einbeck-tourismus.de/tour/panoramaweg-weite-wiesen-grosse-blicke abrufbar.

Dass die Eröffnung direkt vor dem langen Wochenende erfolgt, dürfte dem neuen Angebot einen guten Start ermöglichen. Ronja Gillmann sagt: „Wir hoffen auf gutes Wetter, sodass der Weg von möglichst vielen Menschen bewandert wird.“

Auf den markierten Wegen bleiben

Wegen der Nähe zu Bereichen des Gesteinsabbaus sollten Wandernde unterwegs aufmerksam bleiben. Die markierte Route sollte nicht verlassen werden. Hinweise und Sperrungen vor Ort sind zu beachten, besonders in der Nähe von Steinbrüchen, Böschungen und Abbruchkanten. Das dient der eigenen Sicherheit und schützt zugleich Natur, Tiere und genutzte Flächen.

Der Startpunkt am Sportplatz in Vardeilsen ist mit dem Pkw erreichbar. Auch eine Anreise mit dem öffentlichen Nahverkehr ist möglich. Von Einbeck aus fährt die Linie 253 in Richtung Negenborn bis zur Haltestelle Vardeilsen-„Kohnser Straße“. Von dort sind es nur wenige Minuten zu Fuß bis zum Wanderparkplatz.

Umgesetzt wurde der „Panoramaweg“ durch die Stadt Einbeck gemeinsam mit Partnern aus Wegeplanung, Bauhof, Druck und Tourismus sowie den örtlichen Wegeigentümerinnen und Wegeigentümern. Zudem besteht, wie bereits beim „Heldenweg“, eine Kooperation mit dem Dachverband Weserbergland Tourismus e. V.

Für Einbeck ist der neue Weg ein weiteres Angebot, die eigene Umgebung zu Fuß neu zu entdecken. Der „Panoramaweg“ führt nicht weit weg, aber weit genug hinaus, um Abstand vom Alltag zu bekommen.

Foto: awin/Stadt Einbeck

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