Moringen (red). Anlässlich des Internationalen Museumstags bietet die KZ-Gedenkstätte Moringen am Sonntag, 17. Mai 2026, um 14 Uhr eine öffentliche Führung zu den drei Moringer Konzentrationslagern an.
In Moringen bestanden zwischen Frühjahr 1933 und dem Kriegsende 1945 nacheinander drei Konzentrationslager. Anfang April 1933 wurde dort eines der ersten Konzentrationslager des NS-Staates errichtet. Inhaftiert waren vor allem politische Gegner aus dem Raum Hannover-Göttingen.
Frauen- und Jugend-KZ in Moringen
Von Oktober 1933 bis März 1938 war Moringen das zentrale Frauen-KZ Preußens. Inhaftiert waren Frauen unter anderem aus dem politischen Widerstand sowie Zeuginnen Jehovas.
Von 1940 bis 1945 bestand in Moringen zudem ein Jugend-KZ. Sozial, „rassisch“, religiös oder politisch verfolgte männliche Jugendliche waren dort SS-Terror, Zwangsarbeit, Hunger und drakonischen „Erziehungsmethoden“ ausgesetzt.
Die jeweiligen Rundgänge führen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer durch die Ausstellung und die Präsentation zur Ankunft der Häftlinge in der ehemaligen Kommandantur.
Anmeldung erforderlich
Die Führung endet mit einem Besuch des Gräberfeldes für die Opfer des Jugend-KZ auf dem Moringer Friedhof.
Für die Teilnahme ist eine Anmeldung erforderlich. Diese ist per E-Mail an
Treffpunkt ist die „Lange Straße 58“ in 37186 Moringen am Torhaus der Gedenkstätte. Die Führung ist kostenfrei, es besteht jedoch die Möglichkeit zu spenden.
Foto: KZ-Gedenkstätte Moringen