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Montag, 16. März 2026 Mediadaten wsr.tv
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Northeim (awin). Der Kreistag des Landkreises Northeim hat sich am 13. März mit zwei Anträgen der Kreistagsgruppe CDU/FDP/Die Unabhängigen zur Entwicklung von Biber- und Wildganspopulationen befasst. Beide Vorlagen wurden einstimmig zur weiteren Beratung an den Ausschuss für Umwelt und Klimaschutz überwiesen. Ziel ist es, mögliche Konflikte zwischen Naturschutz, Hochwasserschutz und landwirtschaftlicher Nutzung genauer zu untersuchen und Handlungsoptionen zu prüfen.

Biber-Ausbreitung beschäftigt Politik und Landwirtschaft

Im Mittelpunkt des ersten Antrags steht die zunehmende Ausbreitung des Bibers im Landkreis Northeim. Die Kreistagsgruppe verweist darauf, dass sich das Tier in den vergangenen Jahren erfolgreich neue Lebensräume erschlossen habe – eine Entwicklung, die grundsätzlich begrüßt werde. Gleichzeitig entstünden jedoch Konflikte mit anderen Nutzungsinteressen.

Der CDU-Kreistagsabgeordnete Dirk Ebrecht betonte in seiner Rede, dass der Biber weiterhin willkommen sei, gleichzeitig aber ein genauer Blick auf die Entwicklung notwendig werde. „Der Biber ist unser Freund und soll auch unser Freund bleiben. Damit er unser Freund bleibt, müssen wir allerdings was tun“, erklärte Ebrecht.

Besonders entlang der Leine, sowohl am Ober- als auch am Unterlauf sowie im Bereich des Polders, seien zunehmend Auswirkungen zu beobachten. Auch an der Rhume und weiteren Gewässern wie der Eterna bei Bad Gandersheim gebe es Hinweise auf Aktivitäten der Tiere. Dabei gehe es nicht nur um gefällte Bäume, sondern auch um Unterhöhlungen an Böschungen oder landwirtschaftlichen Flächen.

„Es geht nicht nur darum, dass durch den Biber Bäume gefällt werden, sondern auch Unterhöhlungen stattfinden, die Einbrüche auf Äckern oder Abrutsche an Böschungen als Folge haben“, so Ebrecht. Solche Entwicklungen könnten unter anderem Auswirkungen auf Hochwasserschutzanlagen und Deiche haben. In der Vergangenheit sei bereits diskutiert worden, ob ein Deichbruch teilweise mit Biberaktivitäten zusammenhängen könnte.

Als Beispiel für einen möglichen Umgang mit der Situation verwies Ebrecht auf Managementprogramme in anderen Bundesländern. „Wir tun nicht nur uns und den Beteiligten einen Gefallen, sondern auch dem Biber, wenn wir da einen genaueren Blick drauf werfen“, sagte er mit Blick auf Modelle wie in Mecklenburg-Vorpommern, wo ein gezieltes Biber-Management etabliert worden sei.

Der Antrag zielt darauf ab, im Ausschuss gemeinsam mit Akteuren wie dem Leine-Verband und Vertretern der Landwirtschaft zu prüfen, wie Landschaftsgestaltung und Flächennutzung in ein Gleichgewicht gebracht werden können.

Zunehmende Wildgansbestände sorgen für Diskussion

Auch die wachsende Zahl von Wildgänsen rund um den Northeimer Polder war Thema im Kreistag. Nach Darstellung der Kreistagsgruppe habe sich die Situation in den vergangenen Jahrzehnten deutlich verändert.

„Vor 30 Jahren wurde kaum eine Wildgans im Kreis Northeim gesehen, aber jetzt ist die Gänsepopulation um den Polder herum angestiegen“, sagte Ebrecht. Wer entlang des Polders Richtung Northeim fahre, könne die Entwicklung deutlich erkennen. „Auf nahezu jeder Grünfläche, egal ob Acker oder Wiese, sitzen Gänse.“

Während die Tiere für viele Menschen ein beeindruckendes Naturbild darstellten, entstünden aus Sicht der Landwirtschaft zunehmende Belastungen. Neben Verschmutzungen durch Hinterlassenschaften komme es auch zu Trittschäden auf landwirtschaftlich genutzten Flächen.

Diese Schäden müssten derzeit von den Landwirten selbst getragen werden. In anderen Regionen mit ähnlich hohen Gänsebeständen gebe es hingegen bereits Regelungen oder Managementstrategien.

Auch hier soll der Umweltausschuss nun prüfen, welche Maßnahmen möglich sind. Ziel sei es laut Antrag, ein Wildtier- und Gebietsmanagement zu entwickeln, das Naturschutz und wirtschaftliche Anforderungen miteinander in Einklang bringt.

Mit der einstimmigen Überweisung beider Anträge an den Ausschuss für Umwelt und Klimaschutz beginnt nun die fachliche Beratung der Themen.

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