Dassel (red). Die SPD Dassel spricht sich für einen weiteren Ausbau von Photovoltaikanlagen auf Gebäuden aus. Nach Ansicht der Sozialdemokraten sei dies ein wichtiger Schritt zur Sicherung der Energieversorgung und zur Begrenzung der Energiekosten. Daher wolle die Fraktion an dem bestehenden Konzept für kommunale Immobilien wie Schulen, Dorfgemeinschaftshäuser und Feuerwehrgerätehäuser festhalten.
Nach Auffassung der SPD könnten jedoch aktuelle Pläne von Wirtschaftsministerin Reiche den Ausbau deutlich erschweren. Dies wäre nach Einschätzung der Sozialdemokraten nachteilig für die Stadt Dassel, da dadurch unter anderem geringere Einnahmen für die Ortschaftsbudgets entstehen könnten. Gleichzeitig würden die laufenden Energiekosten der Stadt mittelfristig steigen.
„Die aktuelle Weltlage zeigt uns ganz deutlich, dass auf Gas und Öl kein Verlass ist“, erklärte der SPD-Fraktionsvorsitzende Uwe Fingerhut. Ziel sei es, die städtischen Einrichtungen unabhängiger von internationalen Krisen zu machen und langfristig Kosten zu senken.
Auch der Vorsitzende des Bauausschusses, Wolf Koch, bezeichnete den eingeschlagenen Weg als richtig. Der Ausbau moderner Heizsysteme in städtischen Gebäuden – etwa in der Grundschule in Markoldendorf – sei ein wichtiger Schritt. „Trotz der Umrüstung auf moderne Heizungspumpen und LED-Beleuchtung steigt der Strombedarf zum Beispiel durch den Einsatz effizienter Wärmepumpen an. Dafür ist Photovoltaik notwendig“, erklärte Koch.
Gerhard Melching, finanzpolitischer Sprecher der SPD, betonte, dass die Stadt auf eine unkomplizierte Einspeisevergütung angewiesen sei. Ohne diese könne der Ausbau wirtschaftlich kaum umgesetzt werden. Ein freier Verkauf überschüssigen Stroms aus Photovoltaikanlagen sei in dieser Größenordnung kaum realisierbar und würde eher zu mehr Bürokratie führen.
Nach Darstellung der SPD könnten die diskutierten Pläne zudem auch private Haushalte betreffen. Dadurch könnte der Ausbau von Photovoltaikanlagen insgesamt ins Stocken geraten. Dies hätte nach Ansicht der Sozialdemokraten auch Auswirkungen auf lokale Handwerksbetriebe, die sich auf den Ausbau moderner Heizsysteme und Photovoltaikanlagen spezialisiert hätten.
Die SPD Dassel hoffe daher, dass die angekündigten Pläne in ihrer jetzigen Form nicht umgesetzt werden. Die aktuellen internationalen Konflikte zeigten nach Ansicht der Partei, wie unsicher die Energieversorgung durch Öl und Gas sein könne.