Mittwoch, 17. April 2019 09:02 Uhr

Ausbildungsprämie soll Jugendlichen mit Unterstützungsbedarf Brücke ins Berufsleben bauen

Landkreis Northeim (red). Es gibt kaum eine Branche in der Region, die nicht über den Rückgang an geeigneten Ausbildungsinteressierten klagt. Schon seit einigen Jahren steigt die Zahl der Lehrstellen, die nicht besetzt werden konnten. Viele Betriebe schätzen sich glücklich, wenn sie überhaupt Nachwuchskräfte für ihr Unternehmen gewinnen können.

Demzufolge machen gerade kleinere Unternehmen und Betriebe in Branchen, deren Ausbildungsangebote nicht so stark nachgefragt werden, bei der Besetzung ihrer Lehrstellen bereits Kompromisse. Doch gerade für Firmen mit wenigen Beschäftigten ist ein zusätzlicher Betreuungsaufwand eine Herausforderung. Daher kommt es vor, dass Arbeitgeber eher auf die Besetzung der Lehrstelle verzichten, als einen jungen Menschen mit nicht optimalen Startvoraussetzungen auszubilden. 

Um die betrieblichen Ausbildungschancen für Jugendliche mit erhöhtem Unterstützungsbedarf zu verbessern, hat das Jobcenter Landkreis Northeim jetzt einen ungewöhnlichen Weg eingeschlagen: „Wir wollen gezielt Betriebe finanziell unterstützen, die Jugendlichen mit schwieriger Ausgangslage einen Berufseinstieg ermöglichen,“ erklärt Stefan Schäfer, Geschäftsführer des Jobcenters Landkreis Northeim. „Die Ausbildungsprämie ist einerseits eine finanzielle Anerkennung für die höhere Inanspruchnahme der Ausbildungsverantwortlichen. Andererseits hoffen wir darauf, dass sie möglichst vielen jungen Menschen eine Brücke in das Berufsleben baut.“ 

Die Ausbildungsprämie beträgt insgesamt 7.000 Euro. Sie wird vom Jobcenter Landkreis Northeim gezahlt und kann entsprechend nur für die Ausbildung von Jugendlichen gewährt werden, deren Eingliederung erschwert ist und die Leistungen des Jobcenters beziehen. Kriterien für die Förderung sind beispielsweise eine längere Arbeitslosigkeit, fehlender Schulabschluss, Sprachdefizite oder Betreuungspflichten. Der Betrag wird in zwei Schritten ausgezahlt: 5.000 Euro werden nach der bestandenen Probezeit und 2.000 Euro nach dem erfolgreichen Abschluss der Ausbildung fällig. Die Förderung kann auch für eine Ausbildung in Teilzeit gewährt werden. 

Jugendliche, die die Voraussetzungen für eine Starthilfe mit der Ausbildungsprämie erfüllen, erhalten von ihrem persönlichen Ansprechpartner im Jobcenter einen entsprechenden Förderscheck. Dieser kann den Bewerbungsunterlagen beigefügt werden.

Andrea Duwe ist Ansprechpartnerin für Betriebe, die Jugendlichen mit erhöhtem Unterstützungsbedarf einen Berufseinstieg ermöglichen möchten. Die Vermittlerin im gemeinsamen Arbeitgeber-Service von Agentur für Arbeit und Jobcenter Landkreis Northeim ist telefonisch unter der Rufnummer 05551 / 9803 171 zu erreichen.

Foto: Jobcenter

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