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Montag, 17. Juni 2024 Mediadaten wsr.tv
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Kreis Northeim (r). Es geht vielfach um Anerkennung, mindestens um Aufmerksamkeit. Dies war eine der wichtigen Kernaussagen, die der Sozialpädagoge und Eltern-Medien-Trainer Moritz Becker vom Verein „smiley - Verein zur Förderung der Medienkompetenz e. V.“ bei einer Online-Veranstaltung vor kurzem behandelte. Auf Einladung des im Landkreis Northeim tätigen Netzwerks „Jugendschutz – und DU?“ – bestehend aus dem erzieherischen Kinder- und Jugendschutz des Landkreises, dem Präventionsteam der Polizeiinspektion Northeim und der Suchtberatungsstelle der Lukas-Werk Gesundheitsdienste GmbH – beleuchtete Becker auf einprägsame, unterhaltsame, aber auch mal nachdenkliche Art das Mediennutzungsverhalten von Kindern und Jugendlichen. Dabei ging er auch auf die Auswirkungen der Pandemie ein.

Die bis zu 187 Teilnehmenden hatten über einen parallel laufenden Chat die Möglichkeit, Dinge zu kommentieren und Fragen zu stellen. Ralf Willius, ein Kollege von Becker, behielt den Chatverlauf im Blick und brachte die dort genannten Aspekte immer wieder in die Veranstaltung ein. Moritz Becker sensibilisierte zunächst für die unterschiedlichen Arten und die Schnelllebigkeit der Mediennutzung. Um Anerkennung in Form positiver Rückmeldungen oder zumindest Aufmerksamkeit zu erhalten, dafür nutzten viele junge Menschen die Möglichkeit des Postens von Inhalten. Gerade Aufmerksamkeit würde häufig auch über Tabu-Brüche erreicht, indem Inhalte gepostet würden, die erschreckend wirken könnten. Die Darstellung der eigenen Person in sozialen Netzwerken könne als ein Teil der Identitätsentwicklung leider auch durch Mobbing auf diesen Kanälen stark beeinflusst werden. Häufig habe er schon Kommentare gehört, die dem Opfer solcher Mobbing-Prozesse die „Schuld“ gäben nach dem Motto: „Warum lädst Du auch ein solches Bild hoch?“ Hier appellierte er an die Zivilcourage in dem Sinne, sich um das Opfer zu kümmern, denn es erleide durch Mobbing schwerwiegende seelische Verletzungen. 

Ein weiteres wichtiges Thema war das immer wieder zu beobachtende exzessive Computerspielen von Jugendlichen. Hier wies Becker darauf hin, dass auch über diese Tätigkeit bei Online-Spielen, bei denen man mit anderen Personen vernetzt sei und gemeinsam spiele, soziale Beziehungen aufgebaut werden und entsprechende Anerkennung erfolgen könne – gerade dann, wenn dies im realen Leben nicht gelänge. Wichtig sei, den Kontakt zu den Kindern nicht zu verlieren, im Gespräch zu bleiben, seitens der Eltern ehrlich interessiert zu sein und wohlwollend zu begleiten, um die Motive und Gründe für die andere Art der Mediennutzung zu verstehen. Einige Aspekte konnten auf Grund der Komplexität des Themas nur angerissen werden; auf Grund der sehr guten Resonanz auf die Veranstaltung plant das Netzwerk „Jugendschutz – und DU?“ aber bereits weitere. So wird am 27.05.2021 um 19 Uhr Frau Rechtsanwältin Gesa Stückmann ihren Vortrag „law4school“ präsentieren, in dem es auch um die rechtlich relevanten Aspekte des Postens von Bildern und weiterer Inhalte gehen wird. Über diese Veranstaltung wird das Netzwerk in Kürze noch genauer informieren. Ermöglicht hat die Online-Veranstaltung übrigens der Verein zur Förderung der Präventionsarbeit „FIPS e. V.“ mit Sitz in Einbeck, der die Finanzierung übernommen hat.

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