Einbeck (red). KWS hat seine Nachhaltigkeitsambition weiterentwickelt und konkrete Ziele bis zum Jahr 2035 definiert. Damit reagiert das Pflanzenzüchtungsunternehmen nach eigenen Angaben auf die wachsenden Herausforderungen in der Landwirtschaft – vom Klimawandel über knappe Ressourcen bis hin zur steigenden Nachfrage nach Nahrungsmitteln.
Als Saatgutspezialist setzt KWS nach eigenen Angaben dort an, wo nachhaltige Landwirtschaft beginnt: beim Saatgut. Fortschritte in Züchtung und Forschung sollen dazu beitragen, stabile Erträge auch unter schwierigen klimatischen Bedingungen zu sichern und gleichzeitig den Einsatz von Ressourcen zu reduzieren. Die Pflanzenzüchtung bilde damit eine wichtige Grundlage für eine wirtschaftlich tragfähige, ökologisch verantwortbare und sozial ausgewogene Landwirtschaft.
Vier strategische Säulen bis 2035
Mit der Nachhaltigkeitsambition 2035 bündelt KWS seine Aktivitäten in vier strategischen Handlungsfeldern. Im Bereich der Pflanzenzüchtung soll durch kontinuierliche Züchtungsfortschritte die landwirtschaftliche Resilienz gestärkt werden. Bis 2035 strebt das Unternehmen in seinen Kernmärkten einen kumulativen Züchtungsfortschritt von mindestens zehn Prozent an, um Produktivität und Ressourceneffizienz weiter zu verbessern.
Zudem will KWS das Beratungsangebot aus agronomischer Expertise und digitalen Lösungen weiter ausbauen. Ziel ist es, Landwirtinnen und Landwirte entlang der gesamten Fruchtfolge zu unterstützen und die Angebote bis 2035 auf einer Anbaufläche von rund 35 Millionen Hektar einzusetzen.
Klimaschutz und nachhaltige Unternehmensentwicklung
Auch die betrieblichen Prozesse sollen nachhaltiger gestaltet werden. KWS plant, die Treibhausgasemissionen aus den eigenen Aktivitäten (Scope 1 und 2) bis 2035 um 63 Prozent zu reduzieren. Ergänzend sollen Maßnahmen zur Verbesserung der Wassernutzungseffizienz an den Züchtungsstationen weiter vorangetrieben werden.
Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf den Mitarbeitenden und dem gesellschaftlichen Engagement. Nach Unternehmensangaben soll das Mitarbeiterengagement dauerhaft auf Benchmark-Niveau gehalten oder übertroffen sowie die Arbeitssicherheit kontinuierlich verbessert werden. Darüber hinaus plant KWS, bis 2035 mindestens ein Prozent des jährlichen EBIT in soziale Projekte zu investieren.
Nachhaltigkeit entlang der gesamten Wertschöpfungskette
„Nachhaltigkeit in der Landwirtschaft entscheidet sich nicht an einem einzelnen Punkt, sondern entlang der gesamten Wertschöpfungskette. Als KWS beginnen wir beim Saatgut: mit Züchtungsfortschritt, praxisnaher Beratung und klaren Zielen für unsere eigenen Aktivitäten. Mit der Nachhaltigkeitsambition 2035 geben wir unserem Beitrag einen verbindlichen Rahmen“, erläutert Dr. Felix Büchting, Vorstandssprecher von KWS.
Mit der weiterentwickelten Zielsetzung bekräftigt KWS nach eigenen Angaben seine Rolle als Partner der Landwirtschaft und der Lebensmittelwertschöpfungskette. Ziel sei es, wirtschaftlichen Erfolg, ökologische Verantwortung und gesellschaftlichen Nutzen miteinander zu verbinden.
Über die Fortschritte bei der Umsetzung der Nachhaltigkeitsambition will KWS regelmäßig im Nachhaltigkeitsbericht informieren. Weitere Informationen zu den Nachhaltigkeitszielen sind auf der Unternehmenswebsite verfügbar.
Foto: KWS