Einbeck (red). Die KWS Gruppe hat ihre Ergebnisse für das erste Halbjahr 2025/2026 veröffentlicht und zugleich den Ausblick für das laufende Geschäftsjahr angepasst. Der Umsatz lag mit 411,3 Millionen Euro leicht unter dem Vorjahreswert von 417,2 Millionen Euro. Auf vergleichbarer Basis – ohne Währungs- und Portfolioeffekte – stieg der Umsatz jedoch um 0,8 Prozent.
Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) verbesserte sich deutlich auf –49,0 Millionen Euro nach –65,9 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum. Maßgeblich hierfür war ein positiver Einmaleffekt von rund 30 Millionen Euro aus der Veräußerung von Lizenzrechten im Zusammenhang mit dem Verkauf des nordamerikanischen Maisgeschäfts. Auch das Finanzergebnis entwickelte sich mit 5,7 Millionen Euro gegenüber –32,2 Millionen Euro im Vorjahr deutlich besser.
Ergebnis verbessert – Umsatzprognose angepasst
„Die Agrarmärkte bleiben herausfordernd, und dennoch zeigt sich unser Geschäft weiterhin robust. Im ersten Halbjahr 2025/2026 haben wir besonders im Rapsgeschäft und im Bereich Gemüsesaatgut deutliche Fortschritte erzielt. Infolge eines signifikanten Wachstums im zweiten Quartal ist der Umsatz auf Gruppenebene auf vergleichbarer Basis leicht gestiegen“, kommentierte Finanzvorstand Dr. Jörn Andreas. Aufgrund veränderter globaler Anbauflächen passe das Unternehmen die Umsatzprognose an, bestätige jedoch die Ergebnisprognose. „Wir setzen unseren Fokus klar auf Profitabilität und anhaltend hohe Investitionen in unsere langfristige Innovationskraft.“
Das Ergebnis vor Steuern verbesserte sich auf –91,1 Millionen Euro nach –152,9 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum. Nach Steuern ergab sich ein Ergebnis von –63,8 Millionen Euro beziehungsweise –1,93 Euro je Aktie.
In den Segmenten zeigte sich ein differenziertes Bild: Das Segment Getreide steigerte den Umsatz leicht auf 222,0 Millionen Euro, insbesondere dank eines starken Rapsgeschäfts. Auch im Segment Gemüse wurde ein moderates Umsatzplus erzielt. Im Segment Mais wirkte sich ein positiver Sondereffekt aus dem Verkauf des nordamerikanischen Geschäfts aus. Das Segment Zuckerrüben verzeichnete einen leichten Umsatzrückgang.
Die Eigenkapitalquote erhöhte sich auf 57,1 Prozent. Die Nettoverschuldung sank auf 264,6 Millionen Euro.
Für das Geschäftsjahr 2025/2026 erwartet KWS nun einen Umsatz auf vergleichbarer Basis auf Vorjahresniveau. Zuvor war ein Wachstum von rund drei Prozent prognostiziert worden. Die EBITDA-Marge wird weiterhin in einer Bandbreite von 19 bis 21 Prozent erwartet.
Foto: KWS