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Freitag, 19. Juni 2026 Mediadaten wsr.tv
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Goslar/Seesen (red). Die Zentralen Notaufnahmen der Asklepios Kliniken in der Region Harz rechnen damit, dass in den kommenden Tagen mehr Patientinnen und Patienten als üblich wegen hitzebedingter Beschwerden behandelt werden müssen. Die Wetterdienste warnen für die nächsten Tage in weiten Teilen Deutschlands vor einer Hitzewelle mit Höchsttemperaturen von bis zu 36 Grad. Auch die Nächte sollen den Prognosen zufolge so warm werden wie bislang noch nicht in diesem Jahr.

Mehr Patientinnen und Patienten in den Notaufnahmen erwartet

Kopfschmerzen, Schwindel, Kreislaufprobleme sowie allgemeines Unwohlsein zählen zu den typischen Beschwerden, mit denen sich Betroffene in den Notaufnahmen vorstellen. Häufig ist Flüssigkeitsmangel die Ursache. Insbesondere ältere Menschen reagieren empfindlich auf einen Flüssigkeitsverlust durch Schwitzen. Chefärzte der Asklepios Kliniken Region Harz raten daher besonders Menschen mit Herzschwäche, Bluthochdruck oder geschwächtem Allgemeinzustand zu einem umsichtigen Umgang mit der Hitze.

„Besonders gefährlich sind der Flüssigkeitsmangel und die direkte Hitzeeinwirkung“, erklärt Dr. med. Jürgen Kluth, Chefarzt der Klinik für Akut- und Notfallmedizin sowie der Zentralen Notaufnahme der Asklepios Harzkliniken. Die Notaufnahmen der Kliniken behandeln nach seinen Angaben jährlich insgesamt mehr als 25.000 Patientinnen und Patienten.

Warnung vor Dehydrierung und Kreislaufproblemen

„Aus Erfahrung ist es meist so, dass wir an diesen Tagen mehr Patientinnen und Patienten bei uns in der Notaufnahme mit für die Hitze typischen Beschwerden haben, etwa mit Kreislaufproblemen, im Schnitt 20 bis 30 Prozent pro Tag“, so Kluth. Der Facharzt für Anästhesie sowie Intensiv- und Notfallmedizin weist darauf hin, dass der Körper ausreichend Flüssigkeit benötigt, um lebenswichtige Funktionen aufrechtzuerhalten.

Bei Flüssigkeitsmangel klagten Betroffene häufig über Kopfschmerzen, Schwindel, Kreislaufprobleme, Müdigkeit und allgemeines Unwohlsein. Auch Bewusstseinstrübungen könnten eine ernstzunehmende Folge der Hitze sein. „Bei zunehmenden Beschwerden – insbesondere bei Bewusstseinsstörungen, Atemnot oder Verwirrtheit – sollte ärztliche Hilfe in Anspruch genommen werden“, betont Kluth.

Besonders gefährdete Personengruppen

Prof. Dr. med. Kai-Michael Scheufler, Chefarzt und Ärztlicher Direktor der Asklepios Klinik Schildautal Seesen, weist darauf hin, dass sich der Flüssigkeitsbedarf an heißen Tagen erheblich erhöhen kann. Besonders gefährdet seien ältere Menschen, Kleinkinder, Schwangere sowie Personen mit chronischen Erkrankungen, insbesondere des Herz-Kreislauf-Systems, der Atemwege oder des Stoffwechsels.

Auch Menschen, die regelmäßig Medikamente einnehmen, sollten ärztlich klären lassen, ob Anpassungen erforderlich sind. Bei Patientinnen und Patienten mit Herzschwäche sei bei zunehmenden Beschwerden zeitnah die Hausärztin oder der Hausarzt zu kontaktieren. Tägliches Wiegen sowie regelmäßige Blutdruckkontrollen könnten helfen, den Flüssigkeitshaushalt und die Kreislaufsituation besser einzuschätzen.

Zehn Regeln für heiße Tage

Die Mediziner der Asklepios Region Harz empfehlen, direkte Sonneneinstrahlung möglichst zu vermeiden, ausreichend zu trinken und körperliche Anstrengungen auf die frühen Morgenstunden zu verlegen. Wohnräume sollten morgens gelüftet und anschließend abgedunkelt werden. Zudem werden leichte Mahlzeiten, regelmäßige Trinkpausen und besondere Aufmerksamkeit für alleinlebende oder gesundheitlich eingeschränkte Menschen empfohlen.

Kinder oder Haustiere sollten niemals in einem geparkten Fahrzeug zurückgelassen werden. Im Falle eines Hitzschlags oder Kreislaufkollapses sei umgehend der Rettungsdienst unter der Notrufnummer 112 zu verständigen.

Warme Getränke können sinnvoll sein

Nach Angaben der Mediziner belasten sehr kalte Getränke den Körper stärker als wohltemperierte oder warme Getränke, da zusätzliche Energie zur Temperaturregulierung benötigt wird. Dadurch könne das Schwitzen sogar verstärkt werden. Als Alternative werden daher auch warme Getränke wie Pfefferminztee genannt.

Weitere Informationen zum Thema gibt es unter:

www.asklepios.com/konzern/gesundheitsmagazin/gesund-leben/praevention/tipps-gegen-hitze

www.asklepios.com/konzern/gesundheitsmagazin/gesund-leben/gesunde-ernaehrung/wasser-trinken

Foto: Asklepios

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