Hannover/Göttingen (gs). Auf einer der wichtigsten Pendlerstrecken Niedersachsens steht ein bedeutender Wechsel an: Zum 14. Juni 2026 übernimmt die DB Regio AG den Betrieb der Regionalbahnlinie RE 2 (Uelzen – Hannover – Göttingen) von der metronom Eisenbahngesellschaft. Doch eine umfassende Baustellenphase wirbelt den Neustart durcheinander: Der Betrieb kann nicht auf der gesamten Strecke gleichzeitig anlaufen. Fahrgäste müssen sich vorübergehend auf einen zweistufigen Fahrplan einstellen.
Wie aus den aktuellen Informationen des neuen Betreibers hervorgeht, ist eine groß angelegte „Qualitätsoffensive“ der Infrastruktur der Grund für die Verzögerung. Wegen dringender Bauarbeiten auf den Gleisen zwischen Hannover, Uelzen und Hamburg bleibt der nördliche Abschnitt der RE 2 zunächst für den regulären Zugverkehr gesperrt. Für Fahrgäste gilt daher ab Mitte Juni ein strenger Stufenplan.
Stufe 1: Freie Fahrt im Süden ab 14. Juni
Pünktlich zum offiziellen Stichtag am Sonntag, den 14. Juni, rollen die Züge unter der Regie von DB Regio auf dem Südabschnitt. Zwischen der Landeshauptstadt Hannover und Göttingen startet der Verkehr fahrplanmäßig. Pendler in Südniedersachsen können die Verbindung ab diesem Tag wie gewohnt nutzen.
Stufe 2: Nordabschnitt folgt nach Bauende am 11. Juli
Wer weiter in Richtung Norden reisen möchte, muss sich noch etwas gedulden. Erst nach dem planmäßigen Abschluss der Sanierungsarbeiten übernimmt DB Regio ab Samstag, den 11. Juli, auch den gewohnten Verkehr auf dem nördlichen Streckenabschnitt zwischen Hannover und Uelzen. Bis zum 10. Juli greifen hier die bereits eingerichteten Ersatzkonzepte. Die Bahngesellschaft bittet alle Fahrgäste dringend, sich vor Fahrtantritt in den digitalen Fahrplanmedien oder über die Störungskarten zu informieren.
Das ändert sich für Fahrgäste – Der Service im Überblick:
- Die Züge bleiben gleich: Die physischen Wagen und Lokomotiven werden vom neuen Betreiber übernommen – beim Einstieg müssen sich Reisende also nicht umgewöhnen.
- Neue Ansprechpartner: Ab dem Stichtag übernimmt DB Regio sämtliche Serviceleistungen. Fahrplanauskünfte, Echtzeit-Daten und Baustellen-Updates laufen über das DB-Netz.
- Kundendienst & Fundsachen: Der gesamte Kundendialog, Gruppenreservierungen sowie das Fundsachenmanagement werden ab dem Wechsel von der DB Regio gesteuert.
- Barrierefreies Reisen: Hilfeleistungen beim Ein- und Ausstieg müssen ab dem 14. Juni über die bundesweite Mobilitätsservice-Zentrale (MSZ) der Deutschen Bahn angemeldet werden.
Für die Region bedeutet der Wechsel das Ende einer Ära: Die gelb-blauen Züge der metronom Eisenbahngesellschaft prägten über Jahre das Bild auf der RE 2. Mit einer gemeinsamen, zweisprachigen Plakatkampagne verabschiedet sich metronom derzeit an den Bahnhöfen und Städten von seinen treuen Kunden („Tschüss und thank you“), während DB Regio die neuen Fahrgäste willkommen heißt („Hallo und welcome“).
Die Gültigkeit von Tickets – inklusive des Deutschlandtickets sowie der regionalen Verbundtarife – ist vom Betreiberwechsel unberührt. Alle Fahrkarten behalten uneingeschränkt ihre Gültigkeit. Details zum Stufenplan und den Ersatzkonzepten sind im Internet unter regional.bahn.de abrufbar.
Foto: Gerd Stahnke