Lauenberg (awin). Bei schönstem Sonnenschein ist der Badesee Lauenberg offiziell wiedereröffnet worden. Rund 50 geladene Gäste kamen zur Feierstunde an die Freizeitanlage, um den Abschluss des LEADER-Projektes „Aufwertung der Freizeitanlage Lauenberg“ zu würdigen. Im Mittelpunkt standen dabei nicht nur die abgeschlossenen Arbeiten am Badesee selbst, sondern auch die Verbesserungen am Jugendzeltplatz und am Wohnmobilstellplatz.
Mehr als 20 Jahre nach dem Umbau des früheren Freibades in eine naturnahe und chemiefreie Badeteichanlage war die Sanierung notwendig geworden. Die Stadt Dassel setzte das Projekt mit Unterstützung von Fachfirmen, Fördermittelgebern und großem ehrenamtlichen Engagement aus Lauenberg um. Bürgermeister Sven Wolter brachte den besonderen Charakter des Vorhabens bei der Wiedereröffnung auf den Punkt: Es seien „die richtigen Menschen zur richtigen Zeit am richtigen Ort“ gewesen.
Ein Dreiklang aus Badesee, Zeltplatz und Wohnmobilstellplatz
Das Projekt bestand aus drei zentralen Bausteinen. Am Badesee wurde die Teichfolie erneuert, zudem wurden Brücke, Steganlage sowie Beton- und Pflasterflächen instandgesetzt. Auf dem nahegelegenen Jugendzeltplatz entstand eine moderne Waschmöglichkeit, am Wohnmobilstellplatz wurde eine neue Servicestation mit Wasch- und Spülmöglichkeit geschaffen.
Nach Angaben des Bürgermeisters flossen rund 16.300 Euro in die Waschstation auf dem Jugendzeltplatz und rund 37.500 Euro in die Servicestation am Wohnmobilstellplatz. Für die Folienarbeiten am Badesee sowie die Beton- und Pflasterarbeiten nach dem Rückbau der Holzsteganlage wurden gut 174.000 Euro aufgewendet. Damit sei ein zentraler Freizeitbereich in Lauenberg baulich und technisch auf einen Stand gebracht worden, der ihn langfristig nutzbar mache.
Martin Brünig, Vorsitzender der Lokalen Aktionsgruppe der LEADER-Region Harzweserland, hob die Bedeutung der Anlage für Lauenberg und die Region hervor. Der See sei ein beliebtes Ausflugsziel in der Natur, wo Baden ohne Chlor möglich sei. „Das schätzen viele Menschen“, sagte Brünig. Zugleich machte er deutlich, dass es bei der Maßnahme um mehr gehe als um eine bauliche Aufwertung: „Der See ist mehr als eine Freizeitanlage. Er ist Lebensqualität im ländlichen Raum.“
Förderung aus Brüssel kommt in der Region an
Möglich wurde die Maßnahme vor allem durch die Förderung der LEADER-Region Harzweserland im Landkreis Northeim. Über EU-Mittel wurden maximal rund 206.500 Euro bereitgestellt. Hinzu kamen mehr als 13.000 Euro Kofinanzierung aus Kreismitteln sowie 5.000 Euro aus der Sozial- und Sportstiftung des Landkreises Northeim. Die Förderung deckte bis zu 80 Prozent der förderfähigen Gesamtausgaben ab.
Brünig wertete die Unterstützung als positives Signal für die Region. „Die Förderung ist ein gutes Zeichen aus Brüssel. Endlich ist Geld in der Region angekommen“, sagte er. Mit Blick auf die gesamte Anlage betonte er: „Mit dem Dreiklang aus See, Zeltplatz und Wohnmobilstellplatz ist Lauenberg gut für die Zukunft aufgestellt.“
Auch Wolter machte deutlich, dass das Projekt zu den Zielen der LEADER-Region Harzweserland passe. Es gehe um nachhaltige Entwicklung, Klimafreundlichkeit, ehrenamtlichen Einsatz und den Erhalt sozialer und touristischer Infrastruktur. Zugleich dankte er dem Heimat- und Förderverein Lauenberg, den Fördermittelgebern, dem Rat der Stadt Dassel sowie der Verwaltung. Projektverantwortlich waren nach seinen Worten die Ingenieure Anke Zarske und Holger Meyer.
Ehrenamt prägt den Badesee seit Jahrzehnten
Der Heimat- und Förderverein Lauenberg begleitet den Badesee seit vielen Jahren. Bereits Anfang der 2000er-Jahre war das frühere Freibad zur naturnahen Badeteichanlage umgebaut worden. Seitdem haben zahlreiche Helferinnen und Helfer die Anlage gepflegt, unterstützt und mit persönlichem Einsatz weiterentwickelt.
Holger Bode, Vorsitzender des Heimat- und Fördervereins, lobte bei der Wiedereröffnung die Planung und Umsetzung des Projektes. Die Arbeiten seien pünktlich fertig und fristgerecht umgesetzt worden. Zugleich beschrieb er, warum der Badesee für Lauenberg eine besondere Bedeutung hat: „Dieser Ort bietet Naherholung, wie man sie sich besser nicht vorstellen kann.“
Zur Freizeitanlage gehört auch das Medusa Bistro am Badesee, das mit mediterraner Küche, ofenfrischer Pizza, Pasta und Seeblick zusätzliche Aufenthaltsqualität schafft.
Mit der offiziellen Wiedereröffnung endet eine Phase, in der der Badesee wegen der Arbeiten zeitweise geschlossen bleiben musste. Für Lauenberg bedeutet das nicht nur die Rückkehr des Badebetriebs, sondern auch den Erhalt eines Ortes, an dem Freizeit, Begegnung, Tourismus und Ehrenamt zusammenkommen. Die Feierstunde zeigte damit, was kommunale Verantwortung, europäische Förderung und freiwilliger Einsatz gemeinsam bewirken können.


Fotos: awin