Einbeck (red). Der Initiativkreis Stolpersteine, der seit zehn Jahren die Verlegung der Stolpersteine in Einbeck organisiert, lädt alle Interessierten für Sonnabend, 30. Mai, zu einer gemeinschaftlichen Putzaktion ein.
Treffpunkt ist um 14 Uhr an der Alten Synagoge. Dort gibt es im Anschluss an die Aktion auch Kaffee und Kuchen.
Seit 2016 wurden in Einbeck bislang 61 Stolpersteine verlegt. Die Stolpersteine sind ein Projekt des Künstlers Gunter Demnig. Sie werden vor den letzten selbst gewählten Wohnorten von Opfern des Nationalsozialismus verlegt und sollen als alltägliche Mahnmale an deren Schicksale erinnern.
Stolpersteine werden gemeinsam gereinigt
Die Messingoberflächen der Stolpersteine oxidieren mit der Zeit und verfärben sich – je nach Legierung – von hellbraun bis nahezu schwarz.
Alle Interessierten sind eingeladen, sich nach ihren Möglichkeiten an der Aktion zu beteiligen. Vom Treffpunkt an der Alten Synagoge aus gehen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer in Gruppen zu den verschiedenen Stolpersteinen im Stadtgebiet. Wer mit dem Fahrrad unterwegs ist, kann auch weiter entfernte Stolpersteine erreichen.
Wer teilnehmen möchte, sollte ein Kniekissen mitbringen und möglichst nicht die beste Hose anziehen. Die benötigten Putzutensilien werden vom Initiativkreis gestellt. Außerdem wird gezeigt, wie die Stolpersteine fachgerecht gereinigt werden, damit sie wieder glänzen.
Austausch bei Kaffee und Kuchen geplant
Um eine kurze Anmeldung wird vorab per E-Mail an
Nach der etwa anderthalbstündigen Aktion besteht in der Alten Synagoge an der „Baustraße“ Gelegenheit zum Gespräch und Austausch bei Kaffee und Kuchen.
Bislang wurden in den Jahren 2016, 2017, 2019, 2021, 2023 und 2024 insgesamt 61 Stolpersteine in Einbeck verlegt. Zusätzlich erinnert seit 2018 eine vor dem Eingang des Neuen Rathauses eingelassene Stolperschwelle an die Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeiter der Zeit des Nationalsozialismus.
Spenden für weitere Stolpersteine möglich
Der Initiativkreis ist organisatorisch eine satzungsgemäße Arbeitsgruppe des Fördervereins Alte Synagoge in Einbeck. Er trägt die Gesamtverantwortung für die Umsetzung vor Ort und ist Antragsteller gegenüber dem Künstler Gunter Demnig sowie der Stadt Einbeck.
Die Finanzierung der Stolpersteine einschließlich ihrer Verlegung erfolgt durch private Spenden. Diese können auf das Konto des Fördervereins Alte Synagoge bei der Sparkasse Einbeck überwiesen werden.
Weitere Informationen gibt es online unter www.stolpersteine-einbeck.de.
Foto: Initiativkreis Stolpersteine