Bad Gandersheim (red). Die Umgestaltung des Gabionenhanges zur Verbesserung des Zugangs zum Skulpturenweg nimmt konkrete Formen an. Das Bauwerk war eines der aufwendigsten Projekte im Zuge der Landesgartenschau und sollte einen barrierefreien sowie stadtnahen Zugang ermöglichen. Im Zuge der Maßnahme entstanden umfangreiche Grünflächen, die unter anderem mit teils exotischen Baumarten, Narzissen und einer Wildblumenwiese bepflanzt wurden.
Im vergangenen Jahr zeigte sich jedoch, dass ein Großteil der Bäume eingegangen ist und auch die gewünschte Wirkung der Wildblumenwiese ausblieb. In der Folge häuften sich aus der Öffentlichkeit kritische Stimmen, die den Bereich als „Schandfleck“ bezeichneten.
Neupflanzungen und angepasstes Pflegekonzept
Als Reaktion darauf entwickelten die Stadtwerke im Herbst ein Umgestaltungskonzept, das nach interner Abstimmung nun umgesetzt wird. In dieser Woche begannen Mitarbeitende der Grünflächenpflege des Bauhofes mit ersten Arbeiten vor Ort. Entlang der Aufgänge wurden insgesamt 22 heimische Felsenbirnen gepflanzt. Diese gelten als pflegeleicht und insektenfreundlich und zeichnen sich durch eine frühe, weiße Blüte sowie eine auffällige rot-orange Herbstfärbung aus. Zudem sind ihre Früchte essbar.
In Bereichen des Hanges, in denen aktuell keine Narzissen blühen, wurde eine speziell auf den norddeutschen Raum abgestimmte Wildblumenmischung eingesät. Diese soll nicht nur die optische Wirkung verbessern, sondern auch die Pflege vereinfachen. Vorgesehen sind künftig drei Schnitte im Jahr: im Mai und August zur Förderung der Regeneration sowie ein letzter Schnitt vor dem Winter.
Kräuterbeet als Verbindung zum Kloster
Ein weiterer Bestandteil der Umgestaltung ist ein geplantes Kräuterbeet, das im April entstehen soll. Dieses wird in Zusammenarbeit mit der Bad Gandersheimer Gärtnerei Dörries nach Ideen von Hildegard von Bingen gestaltet und soll thematisch an das über den Skulpturenweg erreichbare Kloster Brunshausen anknüpfen.
Für Rückfragen und Anregungen stehen die Stadtwerke telefonisch unter 05382/73300 sowie per E-Mail an
Foto: Stadtwerke Bad Gandersheim