Einbeck/Paris (red). „Bienvenue à Paris“ hieß es für die Französischschülerinnen und -schüler der Löns-Realschule Einbeck aus dem 8. und 9. Jahrgang. Gemeinsam mit ihren Lehrkräften Regina Delacor und Carina Pygoch verbrachten sie ereignisreiche Tage in der französischen Hauptstadt und begaben sich auf eine Reise durch Geschichte und Kultur – vom mittelalterlichen Handelszentrum bis zur modernen Metropole.
Zu Beginn stand die Besichtigung der gotischen Kathedrale Notre-Dame auf dem Programm, die nach ihrer Renovierung in neuem Glanz erstrahlt. Von dort führte der Weg über die Île Saint-Louis in den Marais. Das ehemalige Sumpfgebiet war im 17. Jahrhundert ein bevorzugtes Wohnviertel des Adels und ist heute bekannt für seine verwinkelten Gassen mit aristokratischen Stadtpalais, sogenannten „Hôtels“, sowie Boutiquen, Cafés und Ateliers. Zu den eindrucksvollsten Plätzen zählt die quadratisch angelegte Place des Vosges mit ihren einheitlichen Häuserfassaden aus der Zeit Heinrichs IV.
Von Königen, Revolution und Wahrzeichen
Im Louvre, einst Residenz der französischen Könige, bestaunten die Schülerinnen und Schüler weltberühmte Kunstwerke wie die „Mona Lisa“. Durch die Tuilerien ging es weiter zur Place de la Concorde, die während der Französischen Revolution Schauplatz öffentlicher Hinrichtungen war. Der Obelisk von Luxor markiert den Beginn der Avenue des Champs-Élysées, die bis zum Arc de Triomphe führt. Napoleon ließ ihn als Denkmal für seine Siege errichten. Von der Terrasse des Triumphbogens bot sich ein weiter Blick über die Dächer von Paris und den Platz Charles de Gaulle – Étoile mit seinen sternförmig zulaufenden Straßen.
Auch der Eiffelturm, 1889 zur Weltausstellung von Gustave Eiffel erbaut, durfte nicht fehlen. Mit dem Aufzug ging es bis zur dritten Etage. Ein Besuch der Galeries Lafayette mit ihrer Jugendstil-Glaskuppel erinnerte an das Zeitalter der Belle Époque.
Kunst, Kultur und moderne Architektur
Auf dem Montmartre, einst ein eher ländlich geprägtes Viertel, genoss die Gruppe von der Basilika Sacré-Cœur aus einen weiten Blick über die Stadt. Über Kopfsteinpflaster schlenderten sie durch das Künstlerviertel, in dem einst Picasso und Van Gogh wirkten. Deren Werke begegneten ihnen später im Musée d’Orsay, einem umgebauten Bahnhof, der heute als eines der bedeutendsten Kunstmuseen gilt und Meisterwerke des Impressionismus beherbergt.
Das moderne Paris zeigte sich mit Bauwerken wie dem Centre Georges Pompidou, der Glaspyramide des Louvre sowie der Grande Arche im Geschäftsviertel La Défense. Im Wachsfigurenkabinett Musée Grévin trafen die Schülerinnen und Schüler auf prominente Persönlichkeiten aus Geschichte, Gesellschaft, Kultur und Sport. Eine Bootsfahrt auf der Seine bot schließlich Gelegenheit zum Entspannen.
Die Reise wurde für die Schülerinnen und Schüler zu einer eindrucksvollen Begegnung mit Vergangenheit und Gegenwart – und wird ihnen noch lange in Erinnerung bleiben.
Foto: Löns-Realschule Einbeck