Sülbeck/Drüber (gs). Es war der Moment, auf den alle Karnevalsfreunde in der Region gewartet hatten: Mit dem festlichen Einmarsch und dem Ruf „Die Trommel ruft“ kehrte der Sülbecker Karnevalsverein e. V. am vergangenen Wochenende mit seinem großen Büttenabend 2026 zurück. Unter dem diesjährigen Motto „Karneval verbindet …“ verwandelte sich die festlich dekorierte Pausenhalle der Grundschule Drüber in ein Tollhaus der guten Laune.
Ein Kraftakt für die Gemeinschaft
Bereits zur Begrüßung wurde deutlich, wie viel Arbeit in diesem Abend steckte. Zahlreiche „fleißige Hände“ hatten die Halle in den Tagen zuvor vorbereitet. Ein Einsatz, der sich gelohnt hat: Vor ausverkauftem Haus und in Anwesenheit des Ortsbürgermeisters präsentierte der Verein ein Programm, das die Vielfalt und den Zusammenhalt des Sülbecker Karnevals eindrucksvoll unter Beweis stellte.
Von 6 bis 60 Jahren: Bühne frei für alle
Das Herzstück des Abends bildeten die Aktiven. Von den kleinsten „Tanzmäusen“ bis hin zu den erfahrenen Akteuren der Showgruppen – insgesamt standen Karnevalistinnen und Karnevalisten im Alter von 6 bis 60 Jahren auf der Bühne. Dass hinter den bunten Kostümen und den lachenden Gesichtern monatelange harte Arbeit und sportliche Höchstleistungen stecken, hob die Moderation besonders hervor: „Jeder Einzelne verdient unseren Respekt und herzlichen Applaus für diese Leistung.“
Zwischen Gardetanz und Büttenrede
Das Programm bot für jeden Geschmack das Richtige. Tänzerische Brillanz: Die Sternchen-Garde und das Solo-Mariechen begeisterten mit Präzision und Akrobatik. Auch die Showeinlagen der „Büro-Girls“, der „Trinkerbells“ sowie die kreative Darbietung „Nachts im Museum“ sorgten für Staunen.
Humorvolle Einblicke: In der Bütt strapazierten die „Selbsthilfegruppe“ und die klassischen „Szenen einer Ehe“ (Joachim Merz) die Lachmuskeln des Publikums.
Sportlicher Partyspaß: Mit „Maradonas Erbe“ und der Gruppe „Ab auf die Piste“ kochte die Stimmung im Saal endgültig über.
Ein weiteres Highlight war die Sologesangseinlage von Manfred „Manni“ Jörges vom befreundeten Holtenser Karnevalsverein, der unter anderem mit dem Hit „Einmal Jäcke sein“ die Halle zum Toben brachte.
Karneval als verbindendes Element
Auch optisch setzte der Büttenabend Maßstäbe und kürte die kreativsten Kostüme des Saals: Auf Platz 1 landeten die unschlagbar witzigen Minions, dicht gefolgt von den glitzernden Meerjungfrauen auf Platz 2, die für magischen Glamour sorgten. Den verdienten 3. Platz sicherten sich die drolligen Seesternchen, die als origineller Farbtupfer das maritime Trio vervollständigten und für begeisterte Blicke sorgten.
Besonders gewürdigt wurden die Trainerinnen, die im Hintergrund die Fäden zogen, sowie die vielen freiwilligen Helferinnen und Helfer und Spender. Ein emotionaler Höhepunkt war die Verleihung der Orden an verdiente Mitglieder und jene „Helden des Abends“, die trotz kleinerer Verletzungen auf der Bühne alles gaben.
„Karneval ist das, wo jeder sein kann, wer und wie er will“, resümierte der Verein. Mit einem großen Finale und einem dreifach donnernden „Sülbeck Helau“ endete ein Büttenabend, der zeigte: In Sülbeck wird Gemeinschaft großgeschrieben. Der Vorstand dankte allen Gästen für die großartige Stimmung und den Aktiven für ihr unermüdliches Engagement.#
Fotos: Gerd Stahnke