Greene (red). Mit einem historischen Vortrag wird im Heimatmuseum Greene ein dunkles Kapitel der regionalen Geschichte beleuchtet. Am 14. Januar 2026 spricht die Historikerin Dr. Gudrun Pischke über Rüstungsindustrie, Kriegswirtschaft und Zwangsarbeit während der Zeit des Nationalsozialismus in Südniedersachsen. Beginn der Veranstaltung ist um 18.30 Uhr im Heimatmuseum Greene in der Domäne, Steinweg 24.
Der Vortrag widmet sich der engen Verflechtung von Industrie, Militär und Zwangsarbeit in der Region. Im Mittelpunkt stehen Standorte der Rüstungsindustrie, Zwangsarbeiterlager und militärische Anlagen, die während der NS-Zeit das Landschaftsbild und das Leben vieler Menschen prägten.
Forschung zu Rüstungsstandorten und Zwangsarbeit
Dr. Gudrun Pischke arbeitete in den 1980er Jahren am Institut für Historische Landesforschung der Universität Göttingen. Dort war sie unter anderem an der Erarbeitung des Geschichtlichen Handatlas von Niedersachsen beteiligt. In diesem Zusammenhang entstanden Karten mit Standorten der Rüstungsindustrie, Zwangsarbeiterlager und militärischer Einrichtungen.
Darüber hinaus wirkte die Historikerin an der Erfassung von Rüstungsaltlasten in Niedersachsen und Rheinland-Pfalz mit. Im Stadtarchiv Salzgitter forschte sie zum nationalsozialistischen Lagersystem vor Ort. Zu diesem Themenkomplex veröffentlichte sie mehrere Beiträge und rezensierte Fachliteratur.
Kostenloser Vortrag ohne Anmeldung
Der Vortrag ist kostenlos, eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Ziel der Veranstaltung ist es, Geschichte lebendig zu halten und zur Auseinandersetzung mit der regionalen Vergangenheit anzuregen. Interessierte sind eingeladen, sich im Rahmen des Vortrags mit den historischen Zusammenhängen und ihren Auswirkungen bis in die Gegenwart auseinanderzusetzen.