Northeim/Dassel (red). Der SPD-Unterbezirk Northeim-Einbeck stellt sich hinter den Einsatz des politischen Aktionsbusses „Adenauer SRP+“ an der Rainald-von-Dassel-Schule in Dassel. In einer Mitteilung vom 28. Mai erklärte der Unterbezirk seine volle Unterstützung für die Aktion zur Demokratiebildung. Die SPD-Unterbezirksvorsitzende Frauke Heiligenstadt MdB unterstützt demnach die Kernanliegen der Aktion und kritisiert zugleich die Reaktion der AfD.
SPD begrüßt Aktion zur Demokratiebildung
„Wir teilen die tiefe Sorge um unsere wehrhafte Demokratie und unterstützen den Wunsch, Schülerinnen und Schüler fundiert über die Verfassungsfeindlichkeit der AfD aufzuklären“, erklärt Heiligenstad. „Der Besuch des Busses ist ein wertvoller Beitrag von vielen weiteren Maßnahmen zur Demokratieförderung, den wir an Schulen ausdrücklich begrüßen. Schule darf nicht wertneutral sein, wenn es um die Grundlagen unserer freiheitlich-demokratischen Grundordnung geht.“
Die SPD im Landkreis Northeim begrüße Maßnahmen zur Demokratiebildung ausdrücklich. Mit Blick auf die Schule erklärte Heiligenstadt: „Schule ist kein wertneutraler Ort, sondern sie basiert fundamental auf den Werten unseres Grundgesetzes“. Sie verwies dabei auf die Richtlinien zur Demokratiebildung des Beutelsbacher Konsens.
Kritik an Reaktion der AfD
Den Protest der AfD im Landkreis Northeim bewertet Heiligenstadt als Versuch, engagierte Lehrkräfte und Schulen einzuschüchtern. „Hier gilt das Prinzip: Getroffene Hunde bellen. Die AfD fühlt sich durch diese Form der Aufklärung und politischen Bildung offenbar ertappt. Wer unsere demokratischen Institutionen infrage stellt und verunglimpft, verträgt es anscheinend nicht, wenn im Unterricht im Rahmen der historisch politischen Bildung auf Mechanismen gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit hingewiesen wird.“
Aus Sicht der SPD habe die Rainald-von-Dassel-Schule im Rahmen ihres Bildungsauftrags korrekt gehandelt. Junge Menschen in den Jahrgängen 8 und 9 altersgerecht für Themen wie Rassismus, Rechtsextremismus und Medienkompetenz zu sensibilisieren, sei nach Auffassung des Unterbezirks ein wichtiger Weg, um mündige Bürgerinnen und Bürger von morgen zu erziehen.
Foto: Fionn Grosse