Einbeck (red). Wie schafft ein traditionsreiches Brauhaus den Sprung in eine nachhaltige Zukunft? Dieser Frage gingen die Einbecker GRÜNEN gemeinsam mit ihrem Landratskandidaten Jakob Reiter bei einem Besuch im Einbecker Brauhaus nach. Im Gespräch mit Vorstand Marc Kerger wurde deutlich, dass die Brauerei an der „Papenstraße“ derzeit einen tiefgreifenden Transformationsprozess durchläuft.
Vom Bockbier-Spezialisten zum modernen Getränkehersteller
Der Austausch startete mit dem Thema Produktinnovation. Das Brauhaus öffnet sich verstärkt neuen Zielgruppen und Märkten. Neben den klassischen Bockbier-Spezialitäten setzt das Unternehmen auf eine breitere Aufstellung: Mit dem neuen „Einbecker Lager“, dem „Hellen“ sowie der neuen Limonadenlinie „Hanse Brause“ reagiert man auf veränderte Konsumgewohnheiten.
Ein besonderes Highlight der regionalen Verbundenheit ist das Bier „EINHUNDERT“, das zu 100 Prozent aus südniedersächsischer Braugerste von acht lokalen Partner-Landwirten gebraut wird. Die Vorstandssprecherin der Einbecker GRÜNEN, Hannah Fleetwood, zeigte sich beeindruckt von der strategischen Neuausrichtung: „Es war wahnsinnig spannend, einmal hinter die Kulissen unseres Brauhauses zu schauen und zu sehen, mit wie viel Herzblut hier an neuen Ideen gearbeitet wird. Der offene Austausch über die Zukunft des Standorts hat uns total begeistert.“
EMAS: Nachhaltigkeit mit höchstem Siegel
Dass Umweltschutz im Brauhaus keine bloße Floskel ist, belegt die EMAS-Zertifizierung der Brauerei. Die Einbecker GRÜNEN – vertreten durch Hannah Fleetwood, Kreistagsmitglied Achim Nehring sowie Stadtratsmitglied Manfred Helmke und Dietmar Bartels – zeigten sich beeindruckt. EMAS gilt als das weltweit anspruchsvollste System für Umweltmanagement. Hiermit verpflichtet sich das Einbecker Brauhaus, seine Umweltleistung kontinuierlich zu verbessern und dies transparent zu dokumentieren.
Biogas und Photovoltaik: Klimafreundliche Energie durch moderne Technik
Ein zentraler Baustein der Zukunftsstrategie ist die energetische Unabhängigkeit. Bei der Führung wurde die innovative Biogasanlage besichtigt, die in Kooperation mit dem Start-up FlexBio betrieben wird. Hier wird Abwasser direkt vor Ort in klimaneutrale Energie umgewandelt. Zusammen mit den Photovoltaikanlagen auf den Brauereidächern deckt das Haus so bereits rund 40 Prozent seines Strombedarfs selbst.
Landratskandidat Jakob Reiter betonte die Bedeutung dieser Investitionen für die gesamte Region: „Innovation, Nachhaltigkeit und eine sichere Energieversorgung sind die Basis für unsere lokale Wirtschaft. Das Einbecker Brauhaus zeigt eindrucksvoll, wie Industrie und ökologische Transformation in Südniedersachsen erfolgreich Hand in Hand gehen können.“
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