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Samstag, 17. Januar 2026 Mediadaten wsr.tv
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Einbeck (red). Der SPD-Landtagsabgeordnete René Kopka kritisiert die Entscheidung der Kassenärztlichen Vereinigung Niedersachsen (KVN), die ärztliche Bereitschaftsdienstpraxis in Einbeck mit Ablauf des Monats zu schließen. Die Entwicklung habe sich nach seinen Angaben bereits in den vergangenen Monaten angedeutet. Kopka habe in diesem Zusammenhang auch den Kontakt zur KVN gesucht und sich für den Erhalt des Standorts eingesetzt.

Die von der KVN angeführte geringe Auslastung der am Einbecker Bürgerspital angesiedelten Praxis führt Kopka unter anderem auf die bereits in der Vergangenheit reduzierten Öffnungszeiten zurück. Künftig sollen Patientinnen und Patienten aus dem Raum Einbeck in der Bereitschaftsdienstpraxis in Northeim versorgt werden, die am dortigen Krankenhaus angesiedelt ist. Dies bedeute aus Sicht des Abgeordneten insbesondere für die Einwohnerinnen und Einwohner des Altkreises Einbeck deutlich längere Anfahrtswege an Wochenenden und Feiertagen. Gerade bei schwierigen Witterungsverhältnissen könne der Weg zur Bereitschaftsdienstpraxis teilweise kaum zu bewältigen sein, wodurch die gesundheitliche Versorgung unnötig erschwert werde.

Kopka erklärte, er bedauere die Entscheidung ausdrücklich. Eine wohnortnahe Versorgung auch im ärztlichen Bereitschaftsdienst sei aus seiner Sicht unverzichtbar. Zwar begründe die KVN die Schließung mit niedrigen Patientenzahlen, dennoch stelle die Entscheidung einen spürbaren Einschnitt in die medizinische Versorgung dar. Möglicherweise hätte eine intensivere Bewerbung des Angebots sowie eine Ausweitung der Öffnungszeiten zu einer höheren Inanspruchnahme führen können. Hierzu habe die KVN jedoch keine Bereitschaft gezeigt.

Grundsätzlich sei bei Behandlungsfällen, die keine Notfälle darstellen, der ärztliche Bereitschaftsdienst unter der Rufnummer 116117 zu kontaktieren, um das weitere Vorgehen abzustimmen. Auch für mobilitätseingeschränkte Personen könnten dort nach Angaben Kopkas Lösungen gefunden werden.

Mit der getroffenen Entscheidung sei nach Einschätzung des Landtagsabgeordneten zu befürchten, dass die Notaufnahme des Einbecker Bürgerspitals sowie die Rettungsdienste künftig zusätzlich mit Bagatellfällen belastet würden, die eigentlich nicht in eine Notaufnahme gehörten. Eine weitere Zentralisierung könne aus seiner Sicht nicht die Lösung für alle Herausforderungen sein. Das Einbecker Bürgerspital habe Alternativen aufgezeigt, um den Bereitschaftsdienst vor Ort zu erhalten. Kopka sprach den Verantwortlichen dafür seinen ausdrücklichen Dank aus.

Zugleich erwarte er von der KVN, die weitere Entwicklung aufmerksam zu verfolgen und bei Bedarf nachzusteuern. Dafür werde er sich weiterhin einsetzen. Die geringe Auslastung sowie das Fehlen bekannter Beschwerden bei der zentralen Stelle in Göttingen als alleinige Begründung für die Verlagerung heranzuziehen, sei aus seiner Sicht nicht überzeugend. Zwar liege der gesetzliche Sicherstellungsauftrag bei der KVN, gesellschaftliche Entwicklungen müssten jedoch stärker in die Entscheidungsfindung einbezogen werden. Die Schließung bedeute eine Schwächung der medizinischen Versorgung im ländlichen Raum.

Kopka kündigte an, die entstandene Situation erneut zum Anlass zu nehmen, um das Thema mit Sozialminister Dr. Andreas Philippi zu erörtern und mögliche Handlungsoptionen zu prüfen. Die Vorgehensweise der KVN, Entscheidungen ausschließlich auf Grundlage statistischer Daten zu treffen, lehnt der Abgeordnete nach eigenen Angaben ab. Dies gehe an der Lebenswirklichkeit vieler Menschen vorbei und schwäche die Strukturen im ländlichen Raum. Zahlreiche Beteiligte bemühten sich, die Region attraktiv und lebenswert zu halten. Kurzfristige Entscheidungen dieser Art würden diese Bemühungen nach Einschätzung Kopkas konterkarieren.

Foto: Florian Spieker

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