Einbeck (red). In der kommenden Stadtratssitzung am 3. September soll über die Beschlussvorlage des Zweckverbands Verkehrsverbund Süd-Niedersachsen (ZVSN) zum Stadtbusverkehr ab 2027 abgestimmt werden. Vorgesehen ist, den Verkehr künftig mit einer einzelnen Linie und Elektro-Midi-Bussen zu betreiben. Der städtische Zuschussbedarf soll mit rund 289.000 Euro pro Jahr im politisch gesetzten Rahmen bleiben. Die Einbecker GRÜNEN begrüßen zwar die Umstellung auf Elektrobusse, kritisieren jedoch die geplante Linienführung.
Fraktionsvorsitzender Manfred Helmke erklärte: „Die Umstellung auf E-Busse ist ein wichtiger Schritt für den Klimaschutz und eine moderne, nachhaltige Mobilität in Einbeck – und das begrüßen wir natürlich.“ Dennoch kündigte die Fraktion an, der Beschlussvorlage nicht zuzustimmen, da zentrale Einrichtungen nicht berücksichtigt werden.
Insbesondere der Ausschluss des Hallenbads, der Sportplätze, der Multifunktionshalle und des Hauses der Jugend stößt auf deutliche Kritik. „Gerade Jugendliche unter 18 Jahre bzw. ohne Führerschein sind auf den Bus angewiesen, wenn sie ins Schwimmbad oder ins Haus der Jugend wollen. Diese wichtigen Treffpunkte dürfen nicht vom ÖPNV abgeschnitten sein“, so Maurice Christ. Auch für ältere Bürger sei die fehlende Anbindung ein Problem, wie Marion Christ betonte: „Viele Seniorinnen und Senioren nutzen das Hallenbad für gesundheitsfördernde Angebote wie Aquafitness oder die Salzkammer. Ihnen den direkten Zugang per Bus zu verwehren, ist schlicht nicht akzeptabel.“
Der Zweckverband argumentiert, dass eine Anbindung des Hallenbads nur alle zwei Stunden möglich sei und dies eine „unattraktiv lange Fahrtzeit“ verursachen würde. Aus Sicht der GRÜNEN sei dies jedoch nicht überzeugend. „Wir fordern ein angepasstes Konzept für die neue Buslinie, das das Hallenbad und die Multifunktionshalle einbindet“, so Helmke.