Northeim (red). Ein Polizeieinsatz wegen einer Person mit einer mutmaßlichen Schusswaffe hat am Freitagnachmittag, 29. Mai 2026, an den Bahnhöfen in Göttingen und Northeim für Aufsehen gesorgt. Über den polizeilichen Notruf war gegen 14.31 Uhr eine männliche Person gemeldet worden, die am Bahnhofsvorplatz in Göttingen eine Schusswaffe in einem Holster am Gürtel tragen sollte.
Polizei räumt Bahnhof und Gleise in Northeim
Einsatzkräfte der Polizeiinspektion Göttingen, der Bundespolizei und der Bereitschaftspolizei Göttingen wurden daraufhin zum Bahnhof an der „Bahnhofsplatz 1“ in Göttingen entsandt. Vor Ort konnte die beschriebene Person zunächst nicht angetroffen werden. Nach Sichtung von Videoaufzeichnungen teilte die Bundespolizei mit, dass der Mann in einen Zug in Richtung Northeim eingestiegen sei.
Daraufhin wurden alle verfügbaren Kräfte der Polizei Northeim zum Bahnhof an der „Bahnhofstraße 1“ entsandt. Aufgrund der starken Frequentierung vor Ort wurden der Bahnhof und alle Gleise geräumt. Nachdem der Zug in Northeim gestoppt worden war, durchsuchte die Polizei den Zug und traf den mutmaßlichen Verursacher an. Der Mann konnte widerstandslos festgesetzt werden.
Leeres Holster und Pfefferspray im Rucksack
Bei der Kontrolle stellte sich heraus, dass der 22-Jährige einen Einsatzgürtel mit einem leeren Waffenholster bei sich führte. In seinem Rucksack befand sich zudem ein Pfefferspray in Form einer Schusswaffe.
Der 22-Jährige wurde zur weiteren rechtlichen Prüfung zur Dienststelle nach Northeim gebracht und nach Abschluss aller polizeilichen Maßnahmen wieder entlassen. Die Sperrungen des Bahnhofs und der Gleise wurden anschließend aufgehoben. Nach Angaben der Polizei bestand zu keiner Zeit eine Gefahren- oder Bedrohungslage.