Volpriehausen (red). Am Freitag, 23. Mai 2026, gegen 22.15 Uhr wurde die Polizei über einen Notruf informiert, wonach sich ein 29-jähriger Mann unbefugt Zutritt zur Wohnung seiner ehemaligen Partnerin, einer 30-jährigen Frau, verschafft haben soll. Bereits während der Anfahrt zum Einsatzort wurde bekannt, dass der Mann möglicherweise bewaffnet sein könnte.
Mann zieht Taschenmesser
Vor Ort trafen die eingesetzten Polizeibeamten sowohl den Mann als auch die ehemalige Lebensgefährtin an. Als die Beamten den 29-Jährigen nach möglichen Waffen fragten, reagierte dieser aggressiv. Im weiteren Verlauf zog er ein Taschenmesser, das ihm unmittelbar von einem Polizeibeamten abgenommen werden konnte.
Anschließend versuchte der Mann, sich der Festnahme zu entziehen. Dabei stieß er einen 25-jährigen Polizeibeamten zu Boden. Danach schlug er diesem sowie dessen 47-jährigem Kollegen mehrfach ins Gesicht und auf den Oberkörper. Zudem versuchte der Mann während der Auseinandersetzung vergeblich, an die Dienstwaffe eines Beamten zu gelangen.
Fahndung mit Hubschrauber
Nachdem Pfefferspray nur bedingt Wirkung gezeigt hatte, zogen sich die Beamten zurück und forderten Verstärkung an. Der Mann flüchtete daraufhin zu Fuß vom Einsatzort. Eine Fahndung unter Beteiligung eines Hubschraubers der Bundespolizei wurde eingeleitet.
Der 29-Jährige meldete sich später mehrfach telefonisch bei der Polizei und erklärte seine Bereitschaft zur Festnahme. Gegen 0.50 Uhr konnte er schließlich widerstandslos festgenommen werden. Ein freiwilliger Atemalkoholtest sowie ein Drogenvortest verliefen jeweils negativ. Nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen wurde der Mann am Sonntagmorgen wieder entlassen.
Die verletzten Polizeibeamten wurden ärztlich versorgt und sind vorübergehend nicht dienstfähig. Die Ermittlungen dauern an.