Moringen (red). Bei einem Zimmerbrand am Montagmorgen, 18. Mai, im Taubenweg in Moringen wurde eine Bewohnerin verletzt und mit Verbrennungen in ein Krankenhaus gebracht. Die Wohnung ist nach dem Brand nicht mehr bewohnbar.
Die Alarmierung erfolgte um 8.02 Uhr unter dem Stichwort „Zimmerbrand“. Bereits beim Eintreffen der ersten Einsatzkräfte drang Rauch aus einem Fenster sowie aus dem Dach- und Flurbereich des Gebäudes, mehrere Fensterscheiben waren durch die Hitze bereits geborsten. Aufgrund der Lage wurden weitere Einsatzkräfte nachalarmiert.
Aufwendige Löscharbeiten wegen starker Vermüllung
Zur Brandbekämpfung gingen mehrere Trupps unter Atemschutz in die Wohnung vor. Die Löscharbeiten gestalteten sich nach Angaben der Feuerwehr aufgrund von Unrat in der Wohnung besonders aufwendig. Um mögliche Glutnester sicher ausschließen zu können, musste der betroffene Bereich abschnittsweise leergeräumt werden.
Parallel zur Brandbekämpfung erkundete eine Drohne das Gebäude aus der Luft, um die Lage am Dach sowie an schwer einsehbaren Gebäudeseiten beurteilen zu können. Über die Drehleiter kontrollierten die Einsatzkräfte anschließend den Dachbereich auf eine mögliche Brandausbreitung und öffneten weitere Fenster sowie Rollläden zur Belüftung.
Im Anschluss wurde das Gebäude mit einem Hochleistungslüfter druckbelüftet, um den Brandrauch aus der Wohnung und dem Treppenhaus zu entfernen.
Rund 70 Einsatzkräfte mehrere Stunden im Einsatz
Insgesamt waren rund 70 Einsatzkräfte der Feuerwehren aus Moringen, Fredelsloh und Northeim im Einsatz. Die Arbeiten dauerten mehrere Stunden an.
Die Johanniter-Unfall-Hilfe und das Deutsche Rote Kreuz waren unter anderem mit Rettungswagen zum Eigenschutz der eingesetzten Atemschutztrupps vor Ort. Zusätzlich wurde ein Notdekon-Platz eingerichtet, um die kontaminierte Schutzkleidung der Atemschutzgeräteträger grob zu reinigen.
Die verletzte Bewohnerin hatte den Brand selbst bemerkt und konnte die Wohnung eigenständig verlassen. Sie wurde zunächst an der Einsatzstelle rettungsdienstlich versorgt und anschließend in ein Krankenhaus gebracht.
Während des Einsatzes verletzte sich zudem ein Feuerwehrmann und musste ebenfalls in ein Krankenhaus transportiert werden.
