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Dienstag, 22. Oktober 2024 Mediadaten wsr.tv
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Geehrte, Beförderte und Gratulanten (von links): Lennart Lohrenz, Sebastian Wollenweber, Michael Rieger, Kai Reuter, Melf Behrens, Mike Halves, Martin Döscher und Markus Groß.

Einbeck (red). Es war eine Herausforderung: Martin Döscher, Spitze der Feuerwehrbereitschaft 4, hat die Landkreiseinheit „zu einer Zeit übernommen, in der ein Dienstbetrieb nur eingeschränkt möglich war“, wie er jetzt bei der Jahreshauptversammlung berichtete. Einfach einstellen konnte man die Ausbildung aber nicht. Unter anderem bei den Tauchern zwingen die Auflagen zu regelmäßigen Tauchgängen, um einsatzbereit zu bleiben.

Die Feuerwehrbereitschaft 4 ist als Teil der Kreisfeuerwehr eine Einheit der Kreisverwaltung. Sie zählt 121 Mitglieder. „Viele junge Kameradinnen und Kameraden sind dazugekommen“, berichtet Döscher. Sie werden auch dringend gebraucht, da sich die Feuerwehrbereitschaft neben ihren vorhandenen Zügen Wasserrettung, Chemie- und Strahlenschutz und dem ABC-Zug um den vierten Zug „Spezielle Rettung“ erweitert hat. In ihr enthalten ist nicht nur die Spezielle Rettung aus Höhen und Tiefen, sondern ab diesem Jahr auch die Fachgruppe Rettungsrobotik, die unter anderem mit Drohnen arbeitet und dreidimensionale Übersichten von Einsatzstellen erzeugt. „Wir befinden uns in einer Phase, in der wir viel liegen gebliebenes aufarbeiten müssen“, so Döscher. Hier habe man aber bereits „reichlich Fahrt aufgenommen und die Herausforderungen gemeistert“. 

In den Fachzügen lief die Arbeit unterdessen, immer wieder angepasst auf die jeweilige Lage, weiter. Zugführer Stefan Junge konnte für die Wasserrettung von mittlerweile sieben Einsätzen im laufenden Jahr berichten – ein außergewöhnlich hoher Wert. Der traurigen Tatsache, dass mehrere Personen nur noch geborgen werden konnten steht die positive Nachricht gegenüber, dass im Northeimer Kiessee auch eine Person in wahrlich letzter Sekunde gerettet werden konnte. „Hier wird deutlich, weshalb ein schnelles Ausrücken entscheidend sein kann.“

Für den zweiten Zug Chemie- und Strahlenschutz konnte der neue Zugführer Maik Halves von diversen Mess-, Öl- und Gefahrstoffeinsätzen berichten. Neuer Stellvertreter im Zug ist Tobias Harms. Auch im dritten, dem sogenannten ABC-Zug ist man während der Hochphase der Pandemie auf digitale Ausbildung ausgewichen, habe aber bei Massentestungen unter anderem an der Berufsbildenden Schule in Einbeck und in Bad Gandersheim aktiv unterstützt, wie Zugführer Lennart Lohrenz berichtete. Die Arbeit des jungen vierten Zuges um Zugführer Kai Reuter hat intensive Ausbildung in Sachen Absturzsicherung sowie dem Retten von Personen aus Gruben, Schächten und unwegsamem Gelände betrieben. Die enge Vernetzung mit benachbarten Einheiten ist das gesetzte Ziel für 2022.

Ehrungen und Beförderungen

Bereitschaftsführer Martin Döscher und Abschnittsbrandmeister Markus Groß konnten am Abend gleich mehrere Einsatzkräfte ehren und befördern. Sebastian Wollenweber hat die Ehrennadel des Landesfeuerwehrverbands in Silber erhalten. Melf Behrens wurde zum Hauptlöschmeister befördert, Maik Halves erhielt die Beförderung zum Brandmeister, Kai Reuter zum Oberbrandmeister und Martin Döscher die zum Hauptbrandmeister. 

Grußworte der Gäste

Edgar Martin, Vorsitzender des Kreisausschusses für Brand- und Katastrophenschutz, dankte für die Einladung. „In meiner Funktion ist es heute eine Premiere, hier vor Ihnen zu sprechen“, sagte er vor den rund 80 Anwesenden in der Aula der Oberschule in Northeim. „Seit langem fühle ich mich der Feuerwehr verbunden, wollte in meiner Amtszeit als Bürgermeister selbst einmal einen Feuerwehrlehrgang besuchen“, sagte Martin und dankte zugleich, für den Einsatz der Ehrenamtlichen.

Amtsvorgänger Karl-Heinz Hagerodt betonte in seinem Grußwort, dass die Kreisverwaltung „keine Almosen“ erbringt, wenn es um die hoch spezialisierte Ausrüstung der Einheit geht. „Das ist eine Pflichterfüllung, ihr arbeitet im Interesse der Sicherheit unserer Bevölkerung im gesamten Landkreis Northeim“, sagte Hagerodt. Eine zeitgemäße Ausrüstung, immer angepasst auf die sich verändernden Gefährdungslagen, sei deshalb eine Selbstverständlichkeit.

Foto: Konstantin Mennecke/Kreisfeuerwehr

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