Landkreis Northeim (red). Der Landkreis Northeim zeigt im aktuellen Regionalranking des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) eine positive Entwicklung. Besonders im sogenannten Dynamikranking, das die Entwicklung der vergangenen zwei Jahre betrachtet, schneidet der Landkreis gut ab und erreicht bundesweit Rang 122 von 400 Landkreisen und kreisfreien Städten.
Das IW-Regionalranking unterscheidet zwischen einem Niveau- und einem Dynamikranking. Während das Niveauranking die aktuelle Standortstärke einer Region anhand verschiedener Indikatoren bewertet, betrachtet das Dynamikranking die Entwicklung dieser Faktoren innerhalb der vergangenen zwei Jahre.
Positive Entwicklung bei Wirtschaft und Arbeitsmarkt
Im Dynamikranking erzielt der Landkreis Northeim 50,6 Punkte und liegt damit über dem bundesweiten Mittelwert von 50 Punkten. Besonders positiv entwickeln sich laut Ranking die Bereiche Wirtschaftsstruktur und Arbeitsmarkt.
Gute Signale zeigen sich unter anderem beim Gewerbesaldo, bei der gemeindlichen Steuerkraft sowie bei der Zahl hochqualifizierter Beschäftigter. Auch die Lebensqualität wird positiv bewertet, etwa im Bereich der Ärztedichte.
Landkreis verbessert sich langfristig
Auch langfristig zeigt sich eine positive Entwicklung. Im Niveauranking konnte sich der Landkreis Northeim innerhalb von zehn Jahren deutlich verbessern und bewegt sich aktuell mit 49,6 Punkten nahe am bundesweiten Durchschnitt.
Positiv hervorgehoben werden unter anderem der Gewerbesaldo, die Beschäftigungsrate von Frauen, der hohe Anteil naturnaher Flächen sowie die gestiegene Ärztedichte. Gleichzeitig macht das Ranking aber auch Herausforderungen sichtbar – etwa bei der privaten Überschuldung, beim Wohnungsbau und bei der Bindung der 30- bis 50-Jährigen an die Region.
Unternehmen sollen sich an Befragung beteiligen
„Das Ranking zeigt, dass sich der Landkreis Northeim in die richtige Richtung bewegt. Viele Entscheidungen der vergangenen Jahre zahlen sich nun aus. Auf dieser guten Ausgangslage wollen wir aufbauen und uns gemeinsam mit den Unternehmen vor Ort weiter verbessern“, sagt Landrätin Astrid Klinkert-Kittel.
Ergänzend zum Ranking führt die WRGN (Wirtschaftsförderung Region Göttingen Northeim) derzeit eine Unternehmensbefragung durch. Dabei soll ermittelt werden, wo Unternehmen positive Entwicklungen sehen und wo weiterhin Hemmnisse bestehen – etwa bei Fachkräften, Infrastruktur, Flächen, Bürokratie oder Netzwerken.
Interessierte Betriebe können sich an der Befragung beteiligen. Weitere Informationen erhalten Unternehmen bei Frederike Breyer unter
Hintergrund zum IW-Regionalranking
Das IW-Regionalranking vergleicht bundesweit alle 400 Landkreise und kreisfreien Städte. Bewertet werden sowohl das aktuelle Standortniveau als auch die Entwicklung der vergangenen zwei Jahre. Insgesamt fließen 14 Indikatoren aus den Bereichen Wirtschaftsstruktur, Arbeitsmarkt und Lebensqualität in die Bewertung ein.